Worauf muss in der Krisenkommunikation geachtet werden?

In der Krise gilt es rasch, proaktiv und ehrlich zu kommunizieren. Jede kleine Unwahrheit kann als Lüge oder Vertuschungsversuch interpretiert werden und schadet der Glaubwürdigkeit. Wichtig ist, dass Unternehmen, Institutionen oder Behörden in der internen und externen Kommunikation immer die gleichen Botschaften transportieren. Denn informelle Informationen oder Gerüchte verbreiten sich wie ein Lauffeuer und können die Kommunikation konterkarieren.

Es ist ratsam, sich bereits im Rahmen des Risikomanagements Gedanken über etwaige heikle Themen zu machen. Argumentarien, die die eigene Haltung und Sichtweise widerspiegeln und wichtige Informationen beinhalten, sollten auf Abruf für den Ernstfall bereitstehen. Doch auch hier gilt: Die Inhalte müssen regelmäßig auf ihre Aktualität überprüft und bei Bedarf überarbeitet werden.

Die Kommunikation sollte stets aus einer Hand erfolgen. Deswegen ist es ratsam, einen offiziellen Sprecher für die Krise bereits im Vorfeld vorzusehen und nicht erst in der Krise nach geeigneten Personen zu suchen. Personen, die Interviews geben oder an Pressekonferenzen teilnehmen, profitieren von regelmäßigen Medientrainings. Dabei wird der souveräne Umgang mit Journalisten und unterschiedlichen Medienarten wie TV, Hörfunk oder Print trainiert.     

Sollte die benötigte Kompetenz im Bereich der Krisenkommunikation nicht ausreichend vorhanden sein, dann ist externe Unterstützung durch eine auf Krisenkommunikation spezialisierte PR-Agentur ratsam. Krisenkommunikation sollte samt aller Maßnahmen und Prozesse in das jeweilige Krisenmanagement integriert werden. Nur wenn alle Schritte und Handlungen aufeinander abgestimmt sind, kann die Krise erfolgreich bewältigt werden.

Schreibe einen Kommentar